Der geheimnisvollste Mann seiner Zeit: Die geheimnisvolle Geschichte des in Nürnberg gefundenen Kindes

Am 17. Dezember 1833 starb Caspar Hauser, der geheimnisvollste Mann seiner Zeit, so seltsam, wie er lebte. Dieser junge Mann wurde das “Kind von Europa” genannt, und seine Geschichte hat sich zu einem der Geheimnisse des XIX Jahrhunderts

Am 26. Mai 1828 erschien er auf dem Nürnberger Marktplatz und erregte durch sein seltsames Verhalten die Aufmerksamkeit der Stadtwache. Der junge Mann konnte sich kaum auf den Beinen halten, als könne er kaum laufen, war in fadenscheinige Kleidung und Schuhe gekleidet, die ihm nicht passten, und murmelte mechanisch den Satz: “Ich will Kavallerist werden wie mein Vater”, ohne seine Bedeutung zu verstehen.

Er hatte einen Brief mit der gleichen Bitte und der Nachricht, dass sein Name Caspar Hauser sei. Zunächst hielt man ihn für einen schwachsinnigen Vagabunden, aber als er es schaffte, mit ihnen zu sprechen – seine Sprachkenntnisse waren eher dürftig – kamen einige kuriose Details ans Licht. Der Fall wurde vom größten Kriminalisten der damaligen Zeit, Paul Johann von Feuerbach, untersucht

Das Findelkind konnte nicht gut laufen und wurde schnell müde, ernährte sich von Schwarzbrot und Wasser und hatte eine Abneigung gegen andere Nahrungsmittel. Erste ärztliche Untersuchungen ergaben, dass Kaspar nicht geistig behindert war, sondern offensichtlich über viele Jahre in Zwangsisolation gehalten wurde.

Es wurde festgestellt, dass seine Weisheitszähne nicht mehr als 17 Jahre alt waren und seine Knie unnatürlich schief waren. Er lebte zunächst bei dem städtischen Gefängnisdirektor Andreas Hiltel, freundete sich mit dessen Kindern an und begann schnell, neue Wörter zu lernen.

Dann erklärte er irgendwie, dass er ständig in einer engen Höhle lebte, in der er weder aufstehen noch sich hinlegen konnte, so dass er die ganze Zeit saß. Die Fenster waren mit Brettern vernagelt und ließen kaum Sonnenlicht herein.

Professor Georg Daumer, ein Experte für Homöopathie, nahm sich des Schicksals von Hauser an und nahm ihn in sein Haus auf, wo er mit seiner Mutter und seinem Bruder lebte. Unter seiner Anleitung lernte Kaspar die Sprache gut, begann, Menschen von Tieren und Träume von der Realität zu unterscheiden, und allmählich gewöhnte er sich an andere Nahrungsmittel, obwohl ihn scharfe Gerüche immer noch ängstigten. Er begann sogar ein Tagebuch zu führen und im Garten zu arbeiten

Schon nach Kaspars Tod ergab eine Autopsie, dass er ein sehr kleines Gehirn und eine sehr kleine Lunge hatte, dafür aber eine vergrößerte Leber, wie es bei einem ständig sitzenden Kind vorkommt. Die Mediziner kamen auch zu dem Schluss, dass das normale Wachstum des Kindes im Alter von etwa vier Jahren gestoppt wurde, was bedeutet, dass es nicht von Geburt an in seinem Verlies war, sondern später.

Das Leben des Kerls lief nicht sehr gut.
Er wechselte oft von einem Vormund zum anderen, was für den Jungen schwer genug war.

Es war nicht klar, warum der Junge von einer Familie zur anderen weitergereicht wurde.
Was ist das Problem?

Doch eines Tages veröffentlichte ein Adliger, Feuerbach, ein Buch, das sofort zu einer Sensation wurde. Er trug Fakten und verstreute Geschichten über den Jungen zusammen und kam zu dem Schluss, dass Kaspar tatsächlich der Sohn des Großherzogs von Baden Carl Ludwig Friedrich und seiner Frau Stephanie Bogarne ist

Ihr ältester Sohn starb im Säuglingsalter, allerdings unter merkwürdigen Umständen. Das Kind wurde plötzlich krank, aber weder die Pflegerin noch selbst die Mutter durften es sehen. Später starb der zweite Junge des Paares, aber ihre drei Töchter waren bei blühender Gesundheit. Nach dem Tod Karls selbst folgte sein kinderloser Onkel Ludwig I., den Feuerbach als einen der Anstifter des Verbrechens ansah, auf den Thron. Er hielt jedoch die Gräfin von Hochberg, deren Sohn Leopold bei Kinderlosigkeit die Nachfolge Ludwigs antrat, für die eigentliche Schuldige.

Feuerbach behauptete, Caspar sei aus dem Palast herausgenommen und durch ein anderes krankes Kind ersetzt worden, aber es sei nicht beabsichtigt gewesen, ihn zu töten. So erpressten die Hochberger den Herzog Ludwig, seine Ehe aufzugeben und keine legitimen Erben zu hinterlassen. Tatsächlich heiratete der Herzog trotz aller Überredungskünste seiner Berater hartnäckig nicht, obwohl er der letzte Vertreter seiner Dynastie war. und nach seinem Tod wurde Leopold Herzog von Baden

Am 29. Mai 1833 starb von Feuerbach, bereits gelähmt. Er war überzeugt, dass er vergiftet worden war. Auch einige Ärzte vertraten diese Meinung, da sie seine Symptome nicht verstehen konnten. Dreimal ging es ihm besser, aber dann verschlechterte sich sein Zustand rapide. Caspar war erschüttert über den Tod seines einzigen engen Freundes in Ansbach. Er setzte sein Lateinstudium fort und arbeitete als Hofschreiber, begann aber auch, häufig im Stadtpark spazieren zu gehen.

Am 14. Dezember ging er nach der Arbeit in den Park, wo er eine Verabredung mit einem Unbekannten hatte. Er versprach, ein Dokument zu zeigen, das das Geheimnis seiner Geburt lüften würde. Doch stattdessen stach er mit einem Messer tödlich auf ihn ein. Der blutende junge Mann machte sich auf den Weg nach Hause, doch dort zwang ihn einer seiner Betreuer, Meyer, zurück in den Park, um den Tatort zu untersuchen. Drei Tage später ist er verstorben.
Bevor er starb, murmelte er den Satz: “Es sind zu viele Katzen hinter dieser Maus her…” und rief nach seiner Mutter.

Am Ort des verhängnisvollen Attentats setzten die Bürger einen Gedenkstein mit der Aufschrift: “Hier wurde ein unbekannter Mann von einem anderen unbekannten Mann getötet”. Seine wahre Identität ist nie festgestellt worden. Personen aus dem Umfeld von Stéphanie Beauharnais gaben später jedoch zu, dass sie tatsächlich glaubte, Caspar Hauser könnte ihr Sohn sein.

1974 widmet sich der Film von Werner Herzog “Jeder für sich, und Gott gegen alle” der Geschichte von Kaspar Hauser. Es wurde von Rambler berichtet

Quelle: weekend.rambler.com

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