Der dornige Weg: Wie Robert Hossein zu einem legendären Schauspieler und Publikumsliebling wurde

Am letzten Tag des Jahres 2020 ist der legendäre Joffrey de Peyrac – Schauspieler Robert Hossein gestorben. Der Star der Filmsaga über die schöne Angelique wurde 93 Jahre alt. Sein Leben, wie das seines Charakters, war erfüllt von Liebe, Leid und Bitterkeit der Enttäuschungen.

Er spielte zweihundert Rollen in Theater und Film, aber für das Publikum blieb für immer, in erster Linie, Joffrey – Ehemann Angelique.

Die Rolle des Joffrey de Peyrac war für den seriösen Schauspieler Robert Hossein gar nicht erwünscht. Die Vorführung der abenteuerlich-historischen Romanze von Ann und Serge Golon erschien ihm zu frivol. Aber der Regisseur konnte ihn überzeugen, und Hossein stimmte zu. Dieser Film hat ihm Popularität gebracht.

Später erinnerte sich der Schauspieler an den unglaublichen Erfolg, der ihm die Rolle des geschickten Liebhabers und sanften Ehemanns Angelique einbrachte:

“In Paris haben die Frauen nach der Premiere überall im Kino Rosen verteilt, die Italienerinnen haben sich auf mich auf der Straße geworfen und versucht, Stiefel zu küssen, ältere Damen schluchzten an meiner Brust”.

Kaum einer der Zuschauer konnte damals erahnen, dass nicht ein Franzose vor ihnen stand, sondern ein Aserbaidschaner, der Sohn von Emigranten.

Als Robert seine erste Frau, Marina Vlady, kennenlernte, war sie erst 11 Jahre alt, er war 10 Jahre älter. Ein paar Jahre sind vergangen, aus dem blonden, lächelnden Mädchen ist eine schöne junge Frau geworden, und Robert hat vor Liebe den Kopf verloren.

Der junge Schauspieler hat es geschafft, das Herz der Schönheit zu gewinnen. Doch ihre Ehe hielt nicht lange. Marina wurde schnell populär. Und Hossein war nur einer von vielen guten Schauspielern. Nach 5 Jahren, trennten sie sich, trotz der Tatsache, dass die Familie zwei Söhne geboren wurde.

Robert Hossein stürzte sich mit dem Kopf in die Arbeit, um den schmerzhaften Bruch mit Marina zu vergessen. Er hat nicht nur gefilmt, sondern auch selber die Filme gedreht. Aber noch mehr als das Kino, bedeutet für ihn das Theater. Seine epischen Inszenierungen erfreuten sich eines Erfolges.

Und dann kam er zu einer neuen Liebe. Caroline Eliacheff war nur 15, er – 33. Robert wurde ihr Freund und Mentor, und dann – ihr Liebhaber. Und als er merkte, dass er nicht ohne sie leben konnte – heiratete. Diese Ehe verärgerte die gesetzestreuen Franzosen. Hinter Hosseins Rücken flüsterten die Leute: “Perversling!” Die Presse schrieb, dass er nun den Weg zu einem großen Film geschlossen hat.

Doch die Journalisten irrten sich: Ein paar Jahre später ist Robert Hossein der bekannteste Schauspieler Frankreichs und ein echtes Sexsymbol geworden. Jeoffrey de Peyrac eroberte in der Darstellung von Hossein erst Frankreich und dann die ganze Welt.

Zunächst fühlte sich Robert durch diesen Ruhm geschmeichelt. Dann wurde es lästig. Und dann demütigte sich der Schauspieler und begann, mit Ironie über seine Figur zu sprechen. Und auch – mit Dankbarkeit: Die Kultfilm-Saga hat seine Ehre gerettet. Und er verdiente genug Geld für Joffrey, um ein Haus für die Eltern zu kaufen. Mit Caroline trennten sich ihre Wege, sie lebten 15 Jahre lang zusammen. In dieser Ehe wurde der Sohn Nicolas geboren.

Im Laufe der Jahre entstanden beim Schauspieler und dem Regisseur Romane. Eines Tages beschloss er, wieder zu heiraten – und zwar die Schauspielerin Michèle Watrin, die er zärtlich liebte. Aber es gab Probleme. Sie fuhren mit dem Auto auf eine Reise vor der Hochzeit und gerieten in einen Unfall, bei dem Michèle ums Leben kam und Robert nur knapp überlebte.

Robert hat den Tod von Michèle sehr schwer getroffen. Dann hat ihn die junge Schauspielerin Candice Patou sehr unterstützt. Sie wurden enge Freunde, und ein Jahr nach der Katastrophe heirateten sie. Der Schauspieler wurde zum vierten Mal Vater – Candice brachte einen Sohn Julien zur Welt. Mehr als 40 Jahre lang lebten die Eheleute zusammen. Bis zum 31. Dezember 2020, dem Tag nach seinem 83. Geburtstag, an dem Robert Hossein verstarb.

Er hinterließ nicht nur Filme, sondern auch drei Bücher mit Memoiren. Und natürlich ist er für das heutige Publikum immer noch Joffrey de Peyrac, edel, unglücklich, liebevoll und romantisch.

Quelle: goodhouse.com

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